Geschichte

Erstmalig erwähnt 1031

In einer Schenkungsurkunde aus dem Jahr 1031, welche in Mailand verfasst wurde, wird die Alp erstmals schriftlich erwähnt unter dem Namen «Valedana Sancti Petri», zusammen mit «Rotundo» (San Gottardo) und der Alpe Capezzone. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Alpe Vegliana zur Sömmerung des Viehs und zur Produktion von Käse genutzt. Nach Auskunft von Gaudenzio Termignone aus Manjeronk , welcher als kleiner Bub auf der Alp mithelfen musste, wurden früher bis zu 80 Stück Vieh aufgetrieben. Seit rund 50 Jahren wurde die Alp aufgegeben. Die 22 Alpgebäude, allesamt mit traditionellen Steindächern und Trockensteinmauern erstellt, wurden dem Zerfall preisgegeben. Bis auf eine Ausnahme waren 2015 alle Dächer eingestürzt.

Den Weg finden und markieren

In unserer ersten Arbeitswoche Anfang Mai 2015 suchten wir nach den Wegspuren. Dabei stellten wir fest, dass der ursprüngliche Alpweg zu grossen Teilen zugewachsen war. Mit dem Einverständnis des Sindaco beseitigten wir Bäume und Büsche, welche auf dem Weg gewachsen waren. Mit Pickel, Schaufel und Hacke legten wir in den Grashalden im obersten Abschnitt eine Wegspur an

Notmassnahmen zur Rettung des Dachs

Im Spätherbst 2016 begannen wir mithilfe von Lorenzo Marchisotti, Baumeister aus Fobello, seinem Bruder Pier Paolo und Jürg Schmid, das einsturzgefährdete Steindach abzudecken. Insgesamt schichteten wir ca. 15 Tonnen Gneisplatten hinter dem Gebäude auf, welche später wiederverwendet werden sollten. Der Dachstuhl war teilweise angefault und drohte, mit dem Gewicht der Platten und dem Schnee, im nächsten Winter einzustürzen. Nachdem die Platten entfernt waren, konnten wir erstmals das Gebäude betreten und Ordnung schaffen.

Der Kaufvertrag

Kurz vor Weihnachten 2016 wurde der Kaufvertrag für die Gebäude und einige Hektar Land in Varallo abgeschlossen. Später kamen noch weitere Grundstücke hinzu, so dass heute 7 Gebäude und ca. 10 Hektar Land, verteilt in viele kleine Grundstücke, in unserem Besitz sind.

Der Wiederaufbau

2017 bis 2020 wurde das erste Gebäude sanft renoviert. Der Dachstuhl, die Böden, Fenster und Türen mussten neu erstellt werden. Aus dem früheren Stall im Erdgeschoss entstand die Küche. Im Mittelgeschoss eine Stube und unter dem dach das Schlafgemach. Ein kleines Dachfenster erinnert an das Loch, welches wir im Steindach vorfanden, es erlaubt den Blick zu den Sternen vom Bett aus.
Die Wände wurden innen ausgefugt, um Ungeziefer und Nager fernzuhalten. Das Dach wurde mit den alten Platten neu gedeckt und gibt ein Gefühl der Geborgenheit und Sicherheit.